Datei:Streckenschild Swiss Alpine Marathon K78.jpg

Die Strecke des Swiss Alpine Marathons ist ganzjährig ausgeschildert

Der Swiss Alpine Marathon ist eine Laufveranstaltung in Davos, die seit 1986 jährlich Ende Juli stattfindet. Hauptstrecke ist ein Ultramarathon (K78) von 78,5 km, daneben sind zwei Marathonläufe (K42, ein Bergmarathon, und C42), ein Dreiviertel-Marathon (K31, 30,7 km), ein Halbmarathon (K21) sowie ein Viertelmarathon (K11) im Programm.

Strecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datei:Swiss alpine k78 2002 vor keschhuette.jpg

Der Aufstieg zur Keschhütte

  • Der K78 führt zuerst von Davos (1538 m ü.M.) südlich entlang des Osthangs des Landwassertals, über den Weiler Spina oberhalb von Glaris nach Monstein. Bald danach geht es hinab ins Tal nach Schmelzboden und von dort über den alten Fahrweg durch die Zügenschlucht zum Bahnhof von Wiesen. Über den Wiesener Viadukt läuft man dann in Richtung Filisur, wo der tiefste Punkt der Strecke erreicht wird (km 32; 1019 m). Von nun an geht es stetig bergauf, zunächst das Tal der Albula entlang nach Bergün (km 39; 1365 m), von dort durch das Val Tuors zum Weiler Chants (km 47; 1822 m). Kurz hinter Chants geht der befestigte Weg in Bergpfade über, und es beginnt das steilste Stück der Strecke. An der Keschhütte (km 53) wird der höchste Punkt der Strecke erreicht (2632 m). Über einen Panoramatrail geht es zum Scalettapass (km 60, 2606 m), wo der Rennarzt jeden Läufer kurz in Augenschein nimmt, um zu entscheiden, ob er Hilfe bedarf. Auf den nächsten vier Kilometern nach Dürrboden verliert man 600 Höhenmeter, danach geht es auf befestigten Wegen die letzten 14 km sanft bergab nach Davos.
  • Der K42 startet in Bergün und ist weitgehend identisch mit der zweiten Hälfte des K78. Lediglich der Panoramatrail hinter der Keschhütte bleibt den Ultramarathonläufern vorbehalten, so dass die Marathonläufer sich über die Alp Funtauna (2192 m) zum Scalettapass begeben.
  • Seit 2003 wird mit dem C42 eine zweite Marathonstrecke angeboten, die nicht im Hochgebirge verläuft. In den ersten Jahren wurde in Davos gestartet zusammen mit den K78-Läufern; das Ziel war in Bergün. 2006 und 2007 wurde in entgegensetzter Richtung gelaufen mit Start in Tiefencastel (851 m) bergan nach Davos. Zunächst passierte er die Kirche St. Peter Mistail, dann ging es über Alvaneu und Schmitten GR, vorbei am Landwasserviadukt, zum Bahnhof von Wiesen, wo er in die K78-Strecke einmündete. 2008 wurde die Laufrichtung erneut gewechselt: der Start erfolgt wieder in Davos, die Strecke führt über Filisur und Tiefencastel und dort zur romanischen Mistail-Kirche.
  • Der K31 folgt seit 2008 der K78-Strecke bis zum Ziel beim Ortsausgang von Filisur; dieselbe talabwarts führende Strecke wurde vor 2005 unter der Bezeichnung K30 gelaufen. Von 2005 bis 2007 wurde entgesetzt von Filisur nach Davos (K28) gelaufen. Diese talaufwärts verlaufende Streckenführung hatte zu einem erheblichen Rückgang der Teilnehmerzahlen geführt.
  • Der K21 nimmt seit 2007 einen völlig neuen Verlauf. Er startet in Klosters auf der Sunnibergbrücke und führt über Cavadürli, Laret, den Wolfgangpass und den Davosersee nach Davos. 2008 wurde auf dieser Strecke mit Start in Laret zusätzlich ein Viertelmarathon (K11) durchgeführt.


Höhenmeter der Strecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • K78: +/- 2320 m
  • K42: + 1890 m / - 1710 m
  • C42: + 470 m / - 1080 m (2006/07: + 1200 m / - 590 m )
  • K31: + 370 m / - 870 m
  • K21: + 680 m / - 190 m
  • K11: + 150 m / - 130 m

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ins Leben gerufen wurde der Lauf 1986 von Andrea Tuffli, der auch heute noch Veranstaltungschef ist. Zwar gab es zuvor schon in der Schweiz hochalpine Bergläufe wie Sierre – Zinal, aber ein Lauf, der in einem solchen Gelände über die Marathondistanz oder darüber hinaus geht, war damals in Europa ein Novum und zog dementsprechend die Aufmerksamkeit auf sich. Schnell etablierte sich der Swiss Alpine neben den 100 km von Biel als der zweite große Ultramarathon der Schweiz.

1998 wurde die bislang größte Änderung an der Laufstrecke vorgenommen. Statt wie bislang über den Sertigpass (2739 m ü. M.) und Sertig wählte man nun für den Weg von Bergün nach Davos die Route über die Keschhütte und den Scalettapass. Damit wurde die Strecke zwar um über elf Kilometer länger, aber auch um einige extreme Bergab-Passagen entschärft. Neben dem K42 von Bergün nach Davos, der seit 1999 auf dem heutigen Kurs verläuft, nahm man 2003 mit dem C42 von Davos nach Bergün eine zweite Marathonstrecke ins Programm. 2005 wurde die Richtung des C42 umgekehrt, so dass in Bergün gestartet wurde, 2006 wurde der Start dieses Laufs nach Tiefencastel verlegt.

Bis 2004 war der K30 die kürzeste Strecke. Er wurde 2005 vom K21 und vom K28 abgelöst.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenrekorde K78[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnellste Läufer 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K78

K42

  • Männer: Koen Van Rie (BEL), 3:25:47
  • Frauen: Diana Lehmann (GER), 4:06:26

C42

  • Männer: Marc-Henri Jaunin (SUI), 3:18:08
  • Frauen: Marion Hebding (GER), 3:47:07

K28

  • Männer: Huw Lobb (GBR), 1:56:25
  • Frauen: Anja Carlsohn (GER), 2:19:52

K21

  • Männer: Martin Jost (SUI), 1:22:54
  • Frauen: Seraina Boner (SUI), 1:33:39

Finisher 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • K78: 923 (798 Männer und 125 Frauen), 8 weniger als im Vorjahr
  • K42: 791 (600 Männer und 191 Frauen), 27 mehr als im Vorjahr
  • C42: 190 (139 Männer und 51 Frauen), 44 weniger als im Vorjahr
  • K28: 339 (216 Männer und 123 Frauen), 39 weniger als im Vorjahr
  • K21: 928 (592 Männer und 336 Frauen), 312 mehr als im Vorjahr

Siegerliste K67 und K78[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen: Website des Veranstalters und arrs.net[1]

K78[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
31. Juli 2010 Jonas Buud -4- 5:49:14 Jasmin Nunige -3- 6:39:28
25. Juli 2009 Jonas Buud -3- 5:48:45 Lena Gavelin (SWE) 6:42:03
26. Juli 2008 Jonas Buud -2- 6:00:27 Jasmin Nunige -2- 7:00:38
28. Juli 2007 Jonas Buud (SWE) 6:03:02 Elizabeth Hawker -2- 6:46:15
29. Juli 2006 Giorgio Calcaterra (ITA) 6:05:04 Elizabeth Hawker (GBR) 6:30:12
30. Juli 2005 Grigori Mursin -4- 6:00:09 Jasmin Nunige (SUI) 6:59:42
31. Juli 2004 Mario Fattore (ITA) 5:53:37 Monica Casiraghi -2-
& Maria Bak (GER)[2]
7:00:07
26. Juli 2003 Grigori Mursin -3- 5:54:44 Monica Casiraghi (ITA) 6:47:56
27. Juli 2002 Grigori Mursin -2- 5:42:34 Karine Herry (FRA) 6:53:22
28. Juli 2001 Lahcen Ahansal (MAR) 5:48:18 Birgit Lennartz -10- 6:45:58
29. Juli 2000 Grigori Mursin (RUS) 5:48:05 Birgit Lennartz -9- 6:52:15
31. Juli 1999 Frank Türk -2- 5:57:27 Birgit Lennartz -8- 7:08:53
25. Juli 1998 Peter Gschwend -2- 5:51:38 Birgit Lennartz -7- 7:00:49

K67[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
1997 Frank Türk (GER) 5:42:17 Birgit Lennartz -6- 6:29:19
1996 Peter Gschwend (SUI) 5:28:50 Birgit Lennartz -5- 6:28:02
1995 Jörg Hägler -3- 5:32:35 Birgit Lennartz -4- 6:20:58
1994 Jörg Hägler -2- 5:35:49 Birgit Lennartz -3- 6:34:59
1993 B. J. van Vuuren (RSA) 5:33:31 Jacqueline Keller (SUI) 6:52:03
1992 Peter Camenzind -3- 5:28:32 Birgit Lennartz -2- 6:18:28 [3]
1991 Peter Camenzind -2- 5:21:46 Enikő Fehér (HUN) 6:47:30
1990 Peter Camenzind (SUI) 5:21:55 Birgit Lennartz (GER) 6:26:55
1989 Charly Doll -2- 5:14:23 Leslie Watson (GBR) 6:52:17
1988 Charly Doll (GER) 5:12:25 [3] Anke Molkenthin (GER) 6:45:07
1987 Jörg Hägler (SUI) 5:22:36 Maureen Hurst (GBR) 6:32:45
1986 Johannes Knupfer (SUI) 5:23:54 Susanne Bitzer (GER) 6:54:30

Siegerliste K42[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle für Ergebnisse vor 1998: arrs.net [4]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
2010 Huw Lobb (GBR) 3:16:00 Maud Girand (FRA) 4:04:21
2009 Gion-Andrea Bundi(SUI) 3:12:43 Diana Lehmann (GER) 4:05:34
2008 Max Frei (GER) 3:22:10 Diana Lehmann (GER) 4:04:34
2007 Koen Van Rie (BEL) 3:25:47 Diana Lehmann (GER) 4:06:26
2006 Anssi Raittila (FIN) 3:25:09 Carolina Reiber -2- 3:44:48
2005 Mohamad Ahansal -3- 3:12:52 Carolina Reiber (SUI) 3:47:01
2004 Mangesha Feyssa (ETH) 3:12:39 Eroica Spiess (SUI) 3:51:34
2003 Dabessa Disessa (ETH) 3:10:06 Tsege Worku -2- 3:36:37
2002 Mohamad Ahansal -2- 3:09:01 Tsege Worku (ETH) 3:44:17
2001 Peter Gschwend (SUI) 3:13:23 Janina Saxer -4- 3:50:59
2000 Mohamad Ahansal (MAR) 3:04:34 Janina Saxer -3- 3:40:51
1999 [5] Bekele Dinka (ETH) 3:09:09 Emebet Abossa (ETH) 3:41:45
1998 Urs Christen (SUI) 3:04:22 Janina Saxer -2- 3:34:24
1997 Michael McDermott -2- 2:28:49 Janina Saxer (SUI) 2:56:48
1996 Andrij Rejer (UKR) 2:39:33 Vroni Steinmann (SUI) 3:00:21
1995 Michael McDermott (RSA) 2:28:01 Louise Fairfax -2- 2:57:02
1994 John Taylor (GBR) 3:11:06 Louise Fairfax (AUS) 3:56:28

Siegerliste C42[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
2010 Jochen Kümpel (GER) 2:43:03 Marion Hebding (GER) 3:09:39
2009 Giovanni Gonzalez (MEX) 2:32:44 Bettina Schelbert (SUI) 3:14:25
2008 Peter Ricklin (SUI) 2:57:57 Marion Hebding (GER) 3:24:33
2007 Marc-Henri Jaunin -3- 3:18:08 Marion Hebding (GER) 3:47:07
2006 Peter Gschwend 2:59:41 Rita Born 3:25:40
2005 Marc-Henri Jaunin -2- 3:21:56 Martha Graber -2- 3:42:57
2004 Marc-Henri Jaunin 2:44:53 Martha Graber 3:24:47
2003 Urs Christen 2:38:47 Ursina Lareida 3:21:57

Entwicklung der Finisherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr K78 K42 C42 K28/K31 K21 WALK K11 MINI Total
2010 1488 1054 322 479 906 265 450 370 5334
2009 1023 987 273 375 752 267 263 381 4321
2008 839 873 205 417 960 322 188 330 4575
2007 0922 0791 190 339 928 410 --- 390 4589
2006 0952 0763 233 378 616 277 --- 312 4269
2005 1082 0857 240 533 609 365 --- 353 5040
2004 0900 0793 361 0742 --- 177 --- 345 4193
2003 0978 0961 343 0663 --- 125 --- 321 4261
2002 0895 929 --- 0779 --- 75 --- 336 3693
2001 0893 1038 --- 0692 --- 50 --- 222 3569
2000 0864 0941 --- 0648 --- --- --- 359 3217
1999 0872 0867 --- 0528 --- --- --- 347 2848
1998 1080 0827 --- 0481 --- --- --- 293 02951

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Swiss Alpine Marathon K78 auf arrs.net
  2. Wurden gleichgesetzt infolge Fehlleitung Casiraghis
  3. 3,0 3,1 Ewiger Rekord auf der Sertig-Strecke
  4. http://www.arrs.net/HP_DavosMa.htm
  5. Einführung der heutigen Strecke
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