Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „24-Stunden-Lauf“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 26. Mai 2010 [ (Permanentlink)] und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Der 24-Stunden-Lauf ist eine Form des Ultramarathons, bei der die Läufer innerhalb von 24 Stunden eine möglichst große Strecke zurücklegen. In der Regel besteht der Kurs aus einer (in der Regel amtlich vermessenen) 1 bis 3 km langen Runde, bei der die Läufer immer wieder den Ausgangspunkt passieren, wo üblicherweise eine Verpflegungsstelle aufgebaut ist. Der Lauf kann auch auf einer 400-m-Bahn oder in einer Halle stattfinden. Sobald das Rennen beendet ist, müssen die Läufer stehenbleiben, bis die Strecke, die sie auf der zuletzt angebrochenen Runde zurückgelegt haben, ausgemessen worden ist.

Kürzere Mehrstundenläufe, die als Ultramarathon gelten, sind der 6- und der 12-Stunden-Lauf (oft in den Rahmen eines längeren Wettbewerbs integriert), es gibt aber auch längere Läufe über 72 Stunden oder sechs Tage.

Weltrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 24-Stunden-Weltrekord wurde bei den Männern von Yiannis Kouros aufgestellt (303,506 km, 1997, Adelaide, Bahn) und bei den Frauen von Edit Berces (250,106 km, 2002, Verona, Bahn). Die Deutschen Rekorde halten Wolfgang Schwerk (276,209 km, 1987, Köln) und Sigrid Lomsky (243,657 km, 1993, Basel, gleichzeitig Weltrekord im 24-Stunden-Straßenlauf).

Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit 2003 von der International Association of Ultrarunners (IAU) jährlich ausgerichtete 24h World Challenge wurde 2010 in Absprache mit der IAAF zu einer offiziellen Weltmeisterschaft (World Championship) aufgewertet.[1][2]

Datum Männer Distanz
(km)
Frauen Distanz
(km)
Ort
14. Mai 2010 Shingo Inoue (JPN) 273,708 Anne-Cécile Fontaine -2- 239,797 Brive-la-Gaillarde (FRA)
02. Mai 2009 Henrik Olsson (SWE) 257,042 Anne-Cécile Fontaine (FRA) 243,644 Bergamo (ITA)
18. Okt. 2008 Ryōichi Sekiya -4- 273,366 Anne-Marie Vernet (FRA) 239,685 Seoul (KOR)
28. Juli 2007 Ryōichi Sekiya -3- 263,562 Ljudmila Kalinina -2- 236,848 Drummondville (CAN)
25. Feb. 2006 Ryōichi Sekiya -2- 272,936 Sumie Inagaki -2- 237,144 Taipeh (TAI)
16. Juli 2005 Anatoli Kruglikow (RUS) 268,065 Ljudmila Kalinina (RUS) 242,228 Wörschach (AUT)
23. Okt. 2004 Ryōichi Sekiya (JPN) 269,085 Sumie Inagaki (JPN) 237,154 Brünn (CZE)
11. Okt. 2003 Paul Beckers (BEL) 270,087 Irina Reutowitsch (RUS) 237,052 Uden (NED)

Veranstaltungen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland richtet die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung jährliche Deutsche Meisterschaften aus. Des Weiteren hat der DLV 2009 in Delmenhorst erstmalig eine DLV-24-Stunden Challenge ausgerichtet. Bei dieser waren lediglich 28 Teilnehmer am Start. Bei der zeitgleich stattgefundenen Deutschen Meisterschaft der DUV waren dagegen 116 Teilnehmer/innen am Start.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gbrathletics: World and European Ultra Running Championships (Treppchenplätze 2003–2006)
  2. DUV: Ergebnisdatenbank (vollständige Ergebnisse seit 2003 abrufbar)

en:24-hour run fr:24 heures (course à pied)

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.